Hanspeters Brief

Ihr Lieben
Es ist eine Sache etwas zu leben, eine andere sie zu vermitteln oder eben aufzuschreiben.
Ich will es nun einfach versuchen! Und ich werde wohl einfach am Anfang beginnen.

 

Wie kam es dazu?
Vor bald 40 Jahren besuchte ich die “freie Landbauschule Goldenhof“ , eine biologisch-dynamische Landwirtschaftsschule, welche sich im Südschwarzwald in der Gemeinde Urberg auf 1000m.ü.M. befand.
Eigentlich fängt es ja schon mit dem Dorfnamen an, welches den Begriff “Ur” in sich trägt. Das Motto war allerdings nicht zurück zur Natur – sondern vorwärts mit Ihr. Wir bewirtschafteten ca. 90 Ha Land. Jetzt sind da aber nicht die riesengrossen Traktoren, die man kennt, nein es sind die kleinen aber ausdauernden Norweger – Pferde. Und auf den Weiden grasten nicht Hochleistungskühe, nein es waren die kleinen früher dort heimischen Hinterwälder – Kühe, eine kleine genügsame 2 Nutzung – Rinderrasse. (heisst Milch und Fleisch) Und auch die täglichen Arbeiten wurden ohne Maschinen erledigt.
Können Sie sich liebe Leserin, lieber Leser in dieses Bild hineinversetzten? In ein Bild in dem uns keinen äusseren betäubenden und immerwährenden Lärm umgibt!!! Wo man das Muhen der Kühe noch hört und das Herdengeläut von über 40 Tieren – den Schweiss der arbeitenden schnaubenden Pferde riecht und das Pferdegeschirr leise klirrt, statt den Lärm oder den Geruch von Diesel und wo man überall das Summen der Bienen vernehmen kann und die verschiedenen Vögel mit Ihrem Gesang. Wo man manchmal auch die Menschen fröhlich und singend erleben kann, trotz der oft schweren Arbeit. Betend am Morgen und am Abend.

Sehen Sie das Bild vor sich?
Nun, Herr Franz Karl Rödelberger der Bauer und Lehrer dieser Schule war eigentlich ein Schweizer und wie man sicher sagen würde ein bisschen „Verrückt“ aber ist nicht gerade das, was man ein bisschen oder mehr sein muss in der heutigen Welt, wo alles nur um Konsum geht. Wo wir Menschen den Blick und das Verständnis für all die Zusammenhänge immer mehr verlieren oder bereits verloren haben. Alles muss immer billiger und immer sofort zur Verfügung stehen. Wie etwas produziert – oder woher es kommt ist uns oft egal! Doch in der Freizeit und in den Ferien suchen wir die Stille, die Natur. Doch wo sind sie noch zu finden – wo. Still und langsam verschwindet so dies und das. Ein Sterben der Artenvielfallt beklagen wir, doch was tun wir dafür oder dagegen?

Können, sollten oder müssen wir da endlich etwas dagegen tun? Die Frage ist, was wollen wir und welches Erbe wollen wir hinterlassen. Das ist ein Bewusstseins Akt. Wie egal ist unsere Gesundheit, die Umwelt. Wir sind zwar laufend am Klagen über irgendetwas. Sei es eben die Gesundheit oder Umwelt. Doch der Frage nach zu gehen, was die Ursache sein könnte, die vergessen wir zu stellen. Oft gäbe ganz schlichte Antworten darauf.
Hier ein Beispiel, bei dem ich Sie bitten möchte, sich etwas mit Ihren Gedanken aufzuhalten:
Eines der grossen Themen ist die Gluten – Intoleranz.
Statt uns zu fragen, was das ist und woher es ev. kommt, um es ändern zu können, weichen wir diesem Thema aus und damit auf andere Produkte, als ob da der Weizen etwas dafürkönnte. Müssen (ja müssen!) wir nicht an uns Änderungen vornehmen statt am Weizen?

Und hier beginnt unsere Reise – begleiten Sie mich?

Die Reise beginnt vor ca. 50 Jahren, als Herr Rödelberger ins Mattertal im Wallis gefahren ist. Sein Ziel war ein Bauernhof im Dorfe Findeln, welches über 2000m.ü.M. hoch liegt. Dort soll es noch einen begrannten Weizen haben. Der Bauer baute diesen an, weil die Spatzen beim unbegrannten Weizen grossen Schaden anrichteten, indem sie die Körner am stehenden oft noch unreifen Getreide herauspickten, und so kaum eine Ernte eingebracht werden konnte. Was Herr Rödelberger nicht wusste, war, dass der Bauer etwa 3 Jahre zuvor mit der Landwirtschaft aufgehört hatte. Es war auch kein Getreide mehr da – nicht ein Körnchen – oder doch? Herr Rödelberger fragte darauf den Bauer, ob er einmal in den Getreidespeicher gehen dürfe, was bejaht wurde. So gingen denn die beiden dahin. Natürlich war da noch alles aus Holz – auch der Boden. Und in einem so alten Speicher hat auch der Boden Spälte Und so klopften Sie da auf dem Boden herum. Und da kam auch viel heraus, viel Staub und Strohstücke – und wer glaubt es – ja da und dort ein Korn.
Und so kehrte er mit ein paar Körnern in den Südschwarzwald um diese zu vermehren!
Und gerade eben dieser Weizen – es ist der Huron der in den Kriegsjahren in der Schweiz angebaut wurde. Er kam ursprünglich aus Kanada und hatte damals neben Manitoba die beste Back Qualität. Eben dieser Huron stand in einem herrlich wogenden Felde da, als ich da in der Schule war.
War es die Geschichte, die uns Herr Rödelberger darüber erzählte – oder war es der begrannte Weizen selber, der mich tief innen berührte? Ich vermag es nicht zu ergründen.
Tatsache war, bevor ich den Hof verliess, habe ich Herr Rödelberger um ein paar Ähren gebeten mitnehmen zu dürfen, was er jedoch verneinte. Vielleicht hatte ich auch so einen hartnäckigen Schädel wie er und ich bedrängte Ihn immer wieder.
Am Tag meiner Abreise drückte er mir drei Ähren in die Hand. Ich solle diese in Ehren halten, was ich Ihm auch versprochen habe. Sie können sich nicht vorstellen, mit welcher unbändigen Freude, ich diese Ähren entgegengenommen habe!
Längst habe ich begriffen, weshalb er mir nichts mitgeben wollte. Erahnen Sie es?
Es sind nun bald 40 Jahre seit diesem ehrwürdigen Tage verflossen und noch immer ist das „mein“ Weizen und ich halte ihn immer noch in Ehren. So sehr, dass ich ihn nicht einmal umtaufte. Er ist und bleibt mein Huron!
Doch weshalb wird er nicht mehr angebaut, obwohl er doch die beste Back Qualität hatte? (nebenbei – vor 2 Jahren hatte ich eine Analyse machen lassen – und was kam dabei heraus, die Back Qualität ist immer noch im Top!!!) Also weshalb? Ganz einfach, er hatte eine sehr kleine Ähre und kleine Körner – somit zu wenig Ertrag! Nur das!!! Nur das!!!
Sie sind erstaunt? Ist es aber nicht mit allem so? Doch es ist so und Wir ganz allein Wir bestimmen, ob etwas sein darf oder eben nicht. Vergessen wir das nicht – wir sind es! Und somit sind es letztendlich auch wir, die wir unsere Gesundheit – Umwelt usw. usf. dahin gebracht haben, wo sie jetzt ist. Stimmen Sie mir zu? Und was jetzt? Bin ich machtlos, muss ich zusehen – oder kann ich die Verantwortung hier und jetzt übernehmen? Wenn Sie wollen, dass sich etwas ändert – egal was, dann gibt es kein vielleicht – ja schauen wir einmal – oder Morgen – nein, dann gibt es nur ein freiwilliges “Muss“, welches aber nicht ein Müssen ist, sondern ich will.
Was könnte das heissen?
Welche Folgen – Konsequenzen und Auswirkungen könnte das haben – will oder wünsche ich mir diese sogar? Eine bessere Gesundheit – Umwelt wäre möglich?! Können Sie daran glauben, dieses Bild sehen ein ja hier und jetzt zur Veränderung geben, selber aktiv werden?
Also seien Sie es.

Also neuesten Forschungen die an der Uni in Mainz zugrunde liegen ist wohl nicht der Gluten, das Klebereiweiss für die Unverträglichkeit verantwortlich, vielmehr, dass es eine Klasse von Eiweissstoffen sind, die eine Entzündung im Darm und Folgekrankheiten auslösen können!
Ich möchte hier nicht weiter auf dieses Thema eingehen – nur, dass wir eben erst hinschauen sollen, bevor wir dem Weizen als Beispiel die Schuld geben, ihn verdammen. Die Frage wäre hier angebracht, ob es nicht gerade die neuen Züchtungen sind, die ein Ungleichgewicht im Naturhaushalt eines Weizenkorns hervorrufen und diese, wir würden sagen – Nebenwirkungen auslösen? Und weshalb uns der Weizen und Weizenverwandte seit Jahrhunderten nicht schadeten – ausser in unserer Zeit.
„Unser tägliches Brot gib uns heute“ ja, das steht in der Bibel. Hat Sie so unrecht, wenn sie sagt, dass wir darum Beeten sollten. Oder wird uns das Beeten darum eines Tages nichts mehr nützen, da es kein Getreide mehr geben wird? Stellen wir uns das einmal vor – nur vorstellen. Keine Angst – noch ist es nicht soweit, aber….

Zurück zu meinen 3 Ähren
Eigentlich war es nicht ganz korrekt, was ich bei meiner Bitte um die Ähren gebeten hatte. Ich hatte um mehrere Ähren gebeten um einen Kranz machen zu können. Ich wollte einfach ein Andenken. Ich wollte also ein Andenken, welches über die Jahre an einer Wand hängt und verstaubt?
Wie kann ich Herr Rödelberger dankbar sein, dass er mir nur 3 Ähren mitgegeben hat.
Hätte ich von meinem Erinnerungskranz etwas ausgesät? Die Frage bleibt offen. Möglich – aber auch nicht. Aber 3 Ähren -was mache ich damit?
Ja, Sie wissen es schon – ich habe eine Ähre genommen und die Körner ausgesät!

Das war der Beginn meiner Hingabe, zu dem was ich bis heute tue.
Haben Sie eben bemerkt, dass ich nicht geschrieben habe, dass das der Beginn der Arbeit war, die ich bis heute tätige. Es ist keine Arbeit im eigentlichen Sinn. Es soll als Gebet verstanden werden. Ein Gebet auch als Dank, eben dieses tägliche Brot haben zu dürfen an die Schöpfung und dieses wunderbare Geschenk der vielfallt des Getreides, ja von allem was wir heute auch Biodiversität nennen, die wie Sie selber wissen immer weniger wird.
Also kann ich oder kann ich nicht etwas verändern?
Jeder kann zu jeder Zeit irgendetwas verändern, davon bin ich überzeugt!

Nun, was ist aus dieser einen Ähre geworden?
Begleiten Sie mich weiter.

Ja, wenn ich weiter oben schon erwähnte, dass ich eben erst eine Analyse gemacht habe, wächst der Huron weiter.
An dieser Stelle sei erwähnt, dass es auch auf dem Goldenhof keinen Huron mehr gib seit vielen Jahren. Auch da waren die Spatzen über Jahre daran – trotz Grannen. Und so bin ich weiter erfreut, dass ich damals so darauf beharrt hatte, ein paar Körner zu bekommen!

Also, wie Sie auch spüren, liegt mir nach wie vor sehr viel an diesem Weizen – dem ist so. Und weshalb werde ich Ihnen nachfolgend aufzeigen. Nur will ich eben anmerken, dass es nicht beim Huron alleine geblieben ist. Bis Ende 2015 hatte ich knapp 100 Getreide.- etwa gleichviel Kartoffelsorten über 200 Bohnensorten und ein paar hundert verschiedene Gemüse und Blumen Sorten. Dann ist der Hof in dem ich lebte, bis auf die Grundmauern niedergebrannt und ja, in diesem Feuer verbrannten dann auch einige hundert Sorten.
Und es geht weiter mit dem, was ich noch an einem anderen Ort hatte inkl. Huron.
Da habe ich doch einen jungen Mann getroffen – sein Name sei erwähnt, es ist Sandro Dubach, der eigentlich ein begnadeter Koch ist – noch auf dem Weg. Eines Tages Habe ich Ihn gefragt, ob er Zeit hätte, mir beim Roggen Dreschen zu helfen. Sofort war er dafür zu haben. Ca. 3 Stunden ist er dann an der Röndel gestanden und hat das Rad mit einer sehr tiefen Innbrunst gedreht. Tage später fragte er mich, ob ich Zeit hätte. Natürlich. So trafen wir uns dann in einem Kaffee und dann hat er ausgepackt. Papier – eine kleine Kartonschachtel, darin ein etikettiertes Säckchen “Getreiderisotto“ und eine Karte mit der Kochanleitung darauf. Weshalb ich Ihnen das so ausführlich erzähle ist, damit Sie erkennen können, dass plötzlich alles ändert und wir alle können. Was Sie noch nicht wissen und wohl auch nicht erraten könnt ist, was steht auf dem Papier? Ja was?
Dieser junge Mann – Sandro, hat ohne mein Wissen einen Verein gegründet, um eben diese, meine “Arbeit” zu unterstützen und brachte auch schon konkrete Vorschläge für die Vermarktung. Dessen nicht genug, er hat weitere junge Menschen überzeugt, mitzumachen. Dies sind Marco, Fabian und Kathinka. Wie hat er das zustande gebracht? Ich weiss es nicht und werde es auch nie ganz ergreifen können. Ist es ähnlich wie mit meiner Geschichte, wie ich dazu kam? Wohl möglich. Ist auch egal. Wichtig ist Ihr persönliches handeln, Verantwortung zu übernehmen.

Und gestern habe ich 3 Blätter erhalten mit vielen, sehr vielen Fragen,
ich möge sie doch irgendwie beantworten.

Und hier kommt dasselbe, wie zu Beginn;

Es ist eine Sache etwas einfach zu leben, eine Andere es zu vermitteln oder aufzuschreiben!

Und so kommen wir zu diesen Fragen.

Eine Frage ist noch vorweg offen – weshalb ich das mache?
Diese Frage konnte ich die ganzen 40 Jahre nie beantworten und kann es auch jetzt nicht. Aber ich denke, dass das gerade der richtige Weg ist um so etwas zu tun.
Hätte ich Angst um den Sorten Verlust – mir ginge es nicht gut, da laufend welche verschwinden. Hätte ich es des Geldes wegen getan, hätte ich wohl nach kurzem kapituliert, denn ich konnte bis vor 2 Jahren nichts verkaufen – also wozu?
Es muss einen tieferen Sinn haben und das ist der Weg…

Der Halm
Wenn Sie einmal über Land Spazieren gehen im Hochsommer und die reifenden Getreidefelder sehen, fällt Ihnen da etwas auf – vielleicht den älteren Menschen unter uns, wenn Sie 50 Jahre zurückdenken? Sind es immer noch dieselben Felder? Wohl kaum! Was hat sich verändert. Die Halm Höhe hat sich teils um ein Vielfaches verringert. So kann man Felder sehen, die noch ca. 25 – 30cm hochwachsen. Natürlich haben die sich dabei etwas gedacht, zwei Fliegen auf einen Streich. So kann mehr Dünger verabreicht werden, welcher eine Ertragssteigerung garantiert. (doch welchen) Andererseits durch diese teils hohen Zugaben bei niedrigem Wuchs fällt das Feld nicht um, (ins Lager) kann demnach auch mühelos gedroschen werden, was bei den alten Landsorten oft erschwert war. Das sind doch enorme Vorteile – oder? Oder haben Sie ein aber? Ich schon.
Welche Argumente oder Fragen habe ich dagegen?
Fangen wir mit der Frage an, welchen Nährwert denn ein Getreidekorn hat, wenn es mit Kunstdünger vollgepumpt ist. Und weiter, wenn wir das Tagtäglich konsumieren, was dann über die Jahre in uns geschieht? Und dann staunen wir über Tatsachen wie z.B. die erwähnte Glutenintolleranz. Der Dünger ist wohl nicht der einzige Grund, auch nicht das Brot alleine. Bei Fleisch etc. geht dieses Spiel ja weiter.
War denn die Natur nicht so schlau, dass sie uns mit krankmachendem Getreide beschenkte und ich bin überzeugt, sie ist es wohl und ist es heute noch. Des Weiteren werden Kreuzungen gemacht um Pilzkrankheiten zu beseitigen. Ist doch toll. Nur, die Natur war eben von sich aus so schlau und hat uns eben den hohen Halm geschenkt. Es ist doch ganz einfach. Je höher die Ähre ihren Sitz hat, desto weniger Pilzbefall haben wir da oben.
Zwischenfrage: Was vermuten Sie, wie hoch bis zur Ährenspitze sind meine höchsten Halme? Schauen Sie vorbei, denn Sie werden es mir kaum glauben.
Ist das aber denn schon alles, was mein langer Halm kann? Einerseits möchte ich sagen, dass das schon sehr viel ist in Anbetracht all der Spritzungen, die dennoch gegen Pilzkrankheiten gemacht werden müssen – geschweige von dem, was sich im Korn wiederfinden lässt, was wir zu uns nehmen. Nein ich darf ihnen noch etwas verraten bzw. stelle ich Ihnen wieder einmal eine Frage! Was glauben Sie, wenn wir von Wasserhaushalt – Trockenheit sprechen? Ich verrate Ihnen nur so viel als dass in den Trockenjahren die meisten Felder mit niedrigen Halmen nur ein Kümmerkorn geerntet wurde, währen ich meine stabilen Erträge Hatte. Letztes Jahr im Emmental als Beispiel, war die Ernte auf 100m/2 statt 80 – 90Kg. gerade noch bei 5Kg. auch andernorts bis 50% Verlust. Ich durfte immerhin 32Kg. ernten.

Die Grannen

Gehen wir nochmals zurück auf unseren Feld Spaziergang und schauen nochmals über die Felder. Was hat sich noch geändert. Bei den hohen Feldern würde es mehr auffallen. Bei den Gersten Feldern können wir es noch sehen, wenn diese im Wind wogen und die Sonne hineinscheint – dieses Strahlen! Was ist das? Das ist der Kiesel, der vorwiegend in den Grannen vorhanden ist, welcher einen starken Bezug zum Licht hat. Es sind die Antennen, die die kosmischen Kräfte ins irdische – ins Korn herunterholen. Diese Grannen finden wir auch bei den Gräsern. Kriegen wir solch kosmische Kräfte mit dem Kunstdünger in ein Korn? Wohl eher nicht – das Gegenteil ist eher folge, dass das Künstliche das Kosmische abschirmt.
Dazu ein kleiner Exkurs
Meine Parzelle liegt oft inmitten von mehreren Ha konventionellen Getreide Feldern, welche von einem Wald umgeben ist. Obwohl die Rehe, wenn sie aus dem Wald kommen einen reich gedeckten Tisch mit frischem Getreide grün haben könnten, spazieren sie durch dessen Felder und äsen vorzugsweise in meinem Getreide. Weshalb? Spüren das selbst die Tiere? Und was sagen die konventionellen Bauern dazu. Die wüssten halt was gut sei – und seit ich da wäre, hätten sie mehr Ertrag, da die Rehe Ihre Bestände in Ruhe lassen würden. Dasselbe gilt im Übrigen auch für die Spatzen. Nur wir scheinen es nicht zu merken!

Ackerbegleit-Unkräuter oder -Flora

Ein weiteres was zu früher auffällt, sind die monotonen Felder. Sind sie nicht schön anzuschauen. Irgendwie haben die unkrautfreien Felder schon auch etwas Faszinierendes. Heute sieht man ja etwas vermehrt infolge Bundes Beiträge, dass da und dort am Rande noch ein paar Mohnblumen ev. noch Kornblumen stehen. Aber sind sie schon einmal vor einem Getreidefeld gestanden, welches wirklich blüht. Moment, ich zeige Ihnen etwas.

Aber da ist noch etwas, – wenn Sie etwas still sind, dann hören Sie es auch noch. Ja – Bienen. So finden Sie in meinen Feldern dutzendweise verschiedene Blumen und Kräuter, welche, das Getreide gegenseitig unterstützen. Sie glauben nicht daran. Und wie fühlen Sie sich denn, wenn Ihre Frau – Ihr Mann einen schönen frischen, duftenden (ah, die meisten duften ja gar nicht!) Blumenstrauss nach Hause bringt, und der nun in Ihrer Wohnstube steht, bewirkt der nichts. Natürlich werden Sie sagen. Und jetzt steht da ein ganzes Feld davon.
Und wie wenn Sie bei sich zu Hause dann noch eine schöne Musik auflegen, welche Stimmung erfahren Sie dabei? Stille, Erholung, Wohl sein und sicherlich vieles mehr. Und was tue ich?
Auch meine Pflanzung hat gerne Musik. Ob es Beethoven – Bach oder sonst was ist, das habe ich noch nicht erforscht, aber würde sicherlich auch funktionieren. Ich könnte ja Singen! Das tue ich ab und zu schon – aber den ganzen Tag? Da weiss ich doch etwas Besseres. Können Sie sich vorstellen, dass für ein blühendes Getreidefeld die Bienen ähnliches bewirken, wie die Blumen und die Musik bei Ihnen zu Hause? Das denke ich und genau das können Sie auch an einem Solchen Getreidefeld erleben.

Soweit eine Exkursion zum Getreide, was aber noch lange nicht zu Ende gedacht ist…

Zuletzt noch ein paar kurze Gedanken zum Anbau und Ernte

Welches ist die beste Anbaumethode? Gibt es diese überhaupt und weshalb…? Hier beginnen schon die ersten Ansichten ihre verschiedenen Wege zu gehen mit der jeweiligen Überzeugungskraft. Ich will deshalb auch keine Wahrheit vorstellen, denn diese haben wir schlichtweg noch nicht. Ich bin nach wie vor auf der Suche. Denn so viel kann da berücksichtigt werden, dass es schier unmöglich ist, fest zu legen, da die Erkenntnis nicht über Nacht – einem Jahr zu Tage tritt, es eher Jahre, wenn nicht Generationen benötigt. Ist also der Pflug immer noch das Richtige, oder die Pfluglose Bodenbearbeitung oder Bodenbearbeitung ohne Bearbeitung, was ich anstreben möchte. Wo gelingt es, wo nicht. Oder wie die alte Chinesische Tradition war um eine bessere Bestockung zu erhalten, haben Sie die Getreidepflanze immer wieder ausgerissen und tiefer gesetzt. Oder eine Dammkultur, wo eben auf Dämme gesät wird, die dann allerdings Nord / Süd ausgerichtet sein müssen.
Danach gibt es den Striegel Einsatz um dem aufkeimenden Unkraut noch Herr zu werden. Einerseits gibt es da schon vor der Einsaat verschiedene Möglichkeiten, den Unkrautdruck zu minimieren. Mehrere Striegel Durchgänge. Aber auch hier können uns die Kosmischen Kräfte hilfreich sein, wenn wir auf spezifische Stern Konstellationen schauen. Aber ich will ja ohnehin nicht ein totales Unkraut freies Feld haben.

Seit all den Jahren habe ich allerdings auf den Strigel Einsatz verzichtet. Weshalb? Nun, durch diesen Einsatz werden nicht nur die Unkräuter dezimiert, es gibt auch sehr viele Blattverletzungen, offene Wunden, die in jeglicher Weise infiziert werden können. Und dies will ich umgehen, womit ich bis dahin sehr gut gefahren bin.
Auch ich hatte Mähdrescher im Einsatz, doch vor allem, wenn das Getreide in Lager ging. Diese Maschinen werden immer grösser, und so tut es einem schon weh, wenn man zuschaut, wie die auf einem schonend behandelten Acker herum karren! Nach jahrelanger Suche, kam dann vor 2 Jahren plötzlich ein Bindemäher zum Vorschein, den ich erwerben konnte. Ich muss mich immer noch etwas vertraut machen mit der Maschine. Zudem hatte sie einige Schäden. Ich hoffe, dass ich sie dieses Jahr möglichst voll einsetzen kann. Dies wäre für den Boden ein schonender Umgang, worüber sich die Bodenlebewesen sicherlich freuen.
Das Dreschen war dann bis vor 3 Jahren reine Handarbeit, Wochenlang. Aber auch da fand ich vor 3 Jahren eine alte Stand Dresche im Emmental. Seither gibt es immer weniger Handarbeit – ausser bei den kleinst Parzellen.
So nun geht die Exkursion, worum mich die Jungen Menschen gefragt haben zu Ende.
Es bleibt mir nur noch zu danken, dass Sie mich bis hierher begleitet haben. Nun überlasse ich es Ihnen und Ihren Gedanken, ob Sie Täter werden möchten, was heisst selber zur Tat schreiten und in welcher Form – oder eben nicht. Das ist hier Ihr freier Wille. Es wäre jedoch schön, Sie irgendwo persönlich zu treffen, mich mit Ihnen über Ihren Entscheid auszutauschen. Denken Sie auch daran, dass solange Sie hier auf diesem Planeten leben – das auch Ihre Heimat ist.

Vorschläge, wie Sie aktiv werden könnten!
Es sind wohl etwa Fr. 4000.-, die ich in den letzten 3 Jahren eingenommen habe – demgegenüber stehen in den letzten 40 Jahren mehrere Tausend Franken. Was ist der Grund dafür. Ein Grund liegt daran, dass ich nur die 63 Aaren Land zur Verfügung habe, was eine Vermehrung erschwert und somit auch einen Absatz. Weiter sind auch viele Menschen noch nicht bereit, diese Tätigkeit als Wichtig zu erachte – es geht uns noch zu gut, es ist ja noch alles zu bekommen, und sehr billig noch dazu. Dann benötigt auch die Auswahl – Zucht, wie auch die üblichen Kreuzungszüchtungen Jahre, bis ein Produkt da ist, welches weitergegeben werden kann. Dann sind da die Zins- und Pachtkosten, Maschinen usw. ohne Lohn, den hatte ich ohnehin nicht. Das Ganze hat sich nur erhalten können, da ich daneben arbeitete, (im Gartenunterhalt) so konnte ich über all die Jahre dies finanzieren.
Also suchen wir:

  • Einen Hof – Pachtland – oder Bauern, die für uns Saatgut vermehren.
  • Freiwillige helfende Hände beim Säen Kleinparzellen oder Ernte und Dreschen.
  • Finanzielle Unterstützung.
  • Später Bäcker oder sonst verarbeitende.
  • Und nicht zuletzt Sie als Konsument, der diese Produkte einkauft.

Was können Sie sonst noch tun?
Sie könnten bei uns Saatgut erwerben und irgendwo ein paar Quadrat Meter einsäen und dann Ihre eigenen Erfahrungen dazu machen, was es alles benötigt, bis ein Kilo Getreide Backfertig da ist. Ca. 4 Quadratmeter ergeben etwa 3 Kg Getreide. Viel Spass!

Wir müssen die Veränderung selber in die Hand nehmen!!! Wir sind die Veränderung!!! Danke.

Ich wünsche Ihnen viel Kraft – Hoffnung – Verantwortung und Liebe unserer Schöpfung gegenüber!

Mit herzlichen Grüssen
Hanspeter Saxer